Low Five Dow

Low Five Dow

Bei der Low Five Dow Strategie wählen Sie nicht nur Aktien mit der höchsten Dividendenrendite, sondern auch mit dem niedrigsten Aktienkurs.
Low Five Dow-Strategie als Weiterentwicklung der Dogs of the Dow-Strategie
Die Low Five Dow-Strategie ist eine abgewandelte Version der klassischen Dogs of the Dow-Strategie. Sie stammt von dem US-Analysten Michael O’Higgins und wurde Ende der 80er-Jahre entwickelt.
Der US-Amerikaner zeigte dabei, dass die Performance noch besser wird, wenn Sie als Anleger nicht nur Aktien mit der höchsten Dividendenrendite wählen, sondern diejenigen davon nehmen, die den niedrigsten Aktienkurs haben.
Nach der Low Five-Strategie wählen Sie die fünf Aktien aus den zehn Dogs of the Dow, die am Tag des Kaufs den niedrigsten Kurs haben.
Entwicklung der Dogs of the Dow und der Low Five seit 1972
Wie Sie in der Tabelle sehen können: Selbst ohne Dividendenzahlungen, nur unter Berücksichtigung der reinen Kursgewinne, entwickeln sich Aktien, die nach einer der beiden Dividendenstrategien ausgewählt wurden, deutlich besser als die breiten Indizes.
Low Five-Strategie deutlich besser als Dogs of the Dow oder Aktienindizes
Das Kursplus nach der Low Five-Strategie lag im Zeitraum zwischen 1972 und 2004 bei durchschnittlich 12,1% pro Jahr. Die Strategie der Dogs of the Dow brachte einen jährlichen Kursgewinn von 9,8%. Die breiten US-Aktienindizes Dow Jones bzw. S&P 500 schnitten mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 7,9 bzw. 7,8% deutlich schlechter ab.

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Im Chart erkennen Sie die Vorteile der Dividendenstrategien noch deutlicher. Was ein paar Prozent mehr Rendite im Jahr ausmachen, zeigt sich über den Zinseszinseffekt meist erst nach einem längeren Zeitraum von 15 Jahren und mehr. Bereits gegen Ende der 80er-Jahre konnten die Dogs of the Dow und die Low Five den Dow Jones und den S&P 500 deutlich abhängen.
Zinseszinseffekt konkret
Nehmen wir jetzt einmal ein ganz konkretes Beispiel dafür, wie sich Dividendenzahlungen über einen längeren Zeitraum auswirken, nämlich die Aktie des früheren Tabakkonzerns Philip Morris. Der US-Konzern hat sich in den Jahren mehr und mehr über die Aktivitäten von Kraft Food zum Nahrungsmittelhersteller gewandelt und heißt seit 2001 Altria. Wie dem auch sei: Die Aktie war schon vor 25 Jahren im Prinzip die gleiche.

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Die Grafik zeigt: Bei einem Startkurs Ende 1980 von 1,80$ hätten Sie bis Juni 2005 insgesamt rund 27$ an Dividenden kassiert. Das ist, bezogen auf den Einstandskurs, ein Gewinn von etwa 1.400%. Die Aktie lief aber zusätzlich noch nach oben: Der Kurs notiert aktuell bei 67$. Das sind noch einmal plus 3.600%. Dividenden und Kursgewinne ergeben zusammen einen Gewinn von 5.100%.
Stellen Sie sich das einmal vor: Aus einem Startkapital von bescheidenen 1.000$ Ende 1980 wurden so über 52.000$! Altria ist dabei wirklich ein idealer Dividendenwert: Das Dividendenwachstum lag beispielsweise in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt bei über 10% im Jahr. Die Dividendenrendite lag eigentlich meistens im Bereich von 3 oder 4%.
Das Beispiel zeigt: Langfristig können Sie mit Dividendenaktien ein Vermögen aufbauen. Dividendenstrategien eignen sich deshalb sehr gut für Ihre Altersvorsorge.
Dividenden mit dem Zinseszinseffekt noch einmal erhöhen
Sie können es aber noch anders machen: Im Beispiel oben bei Altria haben Sie die Dividenden einfach kassiert und ausgegeben. Aber wissen Sie, welche Wirkung der Zinseszinseffekt hat? Was wäre passiert , wenn Sie die gezahlten Dividenden im Zeitraum zwischen 1981 und 2005 regelmäßig wieder in Altria-Aktien investiert hätten? Diesen Fall sehen Sie auch im Chart. Hätten Sie Ende 1980 100 Aktien zum Kurs von 1,80$ für insgesamt 180$ gekauft, dann hätten Sie jetzt bei Wiederanlage der Dividenden in neue Altria-Aktien rund 257 Aktien mit einem aktuellen Kurswert von 17.200$. So viel zum Thema Zinseszinseffekt!
Aber nicht vergessen: Nicht nur auf eine Aktie setzen. Altria beispielsweise war immer wieder auch in den Dogs of the Dow.